Seminar Nr. 100/2010 Gütesiegel Weiterbildung Hessen
Zertifikatskurs

Interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz in der sozialen Arbeit - ein Prozess auf drei Ebenen

 

Zielgruppe:
Leiterinnen und Leiter von z.B.: Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe, der Eltern- und Familienbildung sowie Fachkräfte, die für interkulturelle Öffnungsprozesse in ihren Einrichtungen verantwortlich sind.

Inhalte und Ziele:
Die Lebenslagen von Familien mit Migrationshintergrund sind vielfältig. Zu diesem Ergebnis kommt nicht nur der 6. Familienbericht der Bundesregierung sondern auch die Sinus-Migranten-Milieu-Studie. Wie selbstverständlich gehen die Einrichtungen der sozialen Arbeit mit dieser Tatsache um? Entsprechen Angebote und Werbung der Vielfalt von Lebensformen? Wie werden Mitarbeitende fortgebildet und welche Unterstützung erhalten sie dabei, immer komplexeres und differenziertes Fachwissen erwerben zu müssen? Welche Überlegungen zum strukturellen Rahmen sind notwendig, um den unterschiedlichen Zielgruppen gerecht werden zu können? Interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz – so der Familienbericht – sind Schlüsselqualifikationen für die soziale Arbeit in einer Einwanderungsgesellschaft. 

Interkulturelle Öffnung als der Prozess, den Einrichtungen durchlaufen müssen, um ihre Angebote für alle zugänglich zu machen, findet auf drei Ebenen statt:

  1. der strukturellen Ebene von Angeboten, Leitbildern (Konzeptionen) und Selbstverständnis, der Personal- und Finanzpolitik einer Einrichtung sowie der für Zugewanderte geltende Gesetze
  2. der fachlichen Ebene von Fachwissen, Methoden, Reflexion der beruflichen Praxis, Aus-, Fort- und Weiterbildung
  3. der persönlichen Ebene von Haltungen, Wertungen und Bewertungen

 

Interkulturelle Kompetenz meint Wissen, Fähigkeiten und Haltungen, die Fachkräfte benötigen, um in einer heterogenen Gesellschaft fachlich kompetent handeln zu können.

Die Weiterbildung bietet den Teilnehmenden in sechs aufeinander aufbauenden Modulen die Möglichkeit, angeleitet und in kollegialem Austausch ihre Einrichtungspraxis zu hinterfragen, Konzepte zu überprüfen, Methoden auszuprobieren, Informationen zu erhalten und Erfahrungen auszutauschen.
Jedes Modul besteht aus einem Input, Praxisreflexion und angeleiteten Übungen für den Praxistransfer.
Die Weiterbildung orientiert sich an den Arbeitsfeldern der Teilnehmenden.
 

Modul 1: Warum interkulturelle Öffnung und interkulturelle Kompetenz?

Modul 2: Interkulturelle Kommunikation

Modul 3: Migrationsgeschichte und -politik

Modul 4: Rechtliche Grundlagen (Zuwanderungsgesetz, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

Modul 5: Interkulturelle Konzeptentwicklung

Modul 6: Methodenworkshop

 

Methoden:
Vorträge mit Plenumsdiskussion, Arbeitsgruppen, Filme, kollegiale Beratung, praktische Übungen

Referentin:
Sabine Kriechhammer-Yağmur, Diplom-Pädagogin, Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V., Frankfurt am Main

Verantwortlich: Sabine Kriechhammer-Yağmur

Bitte, fordern Sie die ausführliche Ausschreibung an.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf 18 Personen begrenzt.

Termine:
Modul 1:         07.-09.06.2010
Modul 2:         08.-10.09.2010
Modul 3:         06.-08.12.2010
Modul 4:         10.-12.01.2011
Modul 5:         14.-16.03.2011
Modul 6:         09.-11.05.2011
Insgesamt 18 Tage bzw. 155 UStd.

Veranstaltungsort: hoffmanns höfe,  Frankfurt am Main
Teilnahmebeitrag 1.200,- EUR (je Modul 200,- EUR) inkl. Pausengetränke und Arbeitsmaterial. Ratenzahlung ist möglich. Übernachtung mit Frühstück 58,- EUR pro Nacht
Anmeldeschluss: 19.04.2010


Kontakt:
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Frau Marina Balzer
Heinrich-Hoffmann-Straße 3
60528 Frankfurt am Main
phone 069/6706-272 oder -225, FAX: 069/6706-203
mailfobi@paritaet.org

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